Gesundheitsnews

Bildschirmlicht stört Schlaf

Kinderaugen besonders empfindlich

Nachricht vom 14.12.2017

 Wer selbst im Bett nicht vom Smartphone ablässt, gefährdet seine Nachtruhe.

Heranwachsende, die häufig digitale Medien nutzen, schlafen weniger und schlechter. Forscher sind sich mittlerweile sicher, woran das liegt: an den hell strahlenden Bildschirmen. Ob Laptop, Tablet oder Smartphone – elektronische Geräte sind heute für Kinder und Jugendliche in ständiger Reichweite. Kein Wunder, dass viele sie auch abends vor dem Schlafengehen oder sogar im Bett nutzen. Gesund ist das nicht, wie Forscher nun anhand einer Auswertung von 67 Studien bestätigen. Demnach besteht zweifellos ein Zusammenhang zwischen längerer Zeit vor einem Bildschirm und verspäteten Schlafenszeiten, weniger Stunden Schlaf und schlechterer Schlafqualität.

Blaues Licht elektronischer Geräte besonders schädlich

Die Hauptursache der Schlafprobleme sehen die Forscher in den leuchtenden Bildschirmen der Geräte. Das kurzwellige blaue Licht, das in tragbarer Elektronik allgegenwärtig ist, unterdrückt nämlich besonders effektiv die Ausschüttung des schlaffördernden Hormons Melatonin. Gerade bei Kindern hat das fatale Konsequenzen, verdeutlicht die Studienautorin Dr. Monique Lebourgeois: „Wir wissen, dass Heranwachsende größere Pupillen haben und ihre Linsen durchlässiger sind, so dass der Einfluss des Bildschirmlichts größer ist als bei älteren Menschen.“

Zu viel geistige Stimulation stört den Schlaf ebenfalls

Neben der Bildschirmstrahlung spielt auch die geistige Stimulation durch digitale Medien eine Rolle bei Schlafstörungen: „Ob es sich um gewalttätige Inhalte handelt, ein aufregendes Spiel oder Textnachrichten unter Freunden, all diese Interaktionen erhöhen die geistige Anregung, was wiederum ein Schläfrigwerden verhindern kann“, erklärt Lebourgeois. Zum Abschalten und Müdewerden eignet sich ein Buch deutlich besser – in Papierform statt als E-Book. Quelle: Kinderärzte im Netz

Leonard Olberts

„Raucherbein“ auf dem Vormarsch

Neue Leitlinien zur pAVK-Behandlung

Nachricht vom 13.12.2017

 Schmerzen in den Beinen sind ein typisches Symptom der pAVK.

Auch wenn sie im Volksmund als Raucherbein bekannt ist: Von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind nicht nur Raucher betroffen. Nun wurden die Behandlungsleitlinien aktualisiert. Bei einer pAVK verkalken die Beinarterien zunehmend, was die Durchblutung stört. Patienten haben dann Schmerzen beim Gehen und müssen häufig stehen bleiben, weshalb die PAVK auch als „Schaufensterkrankheit“ bekannt ist. „Nach Schätzungen liegt die Zahl der über 40-Jährigen, die an einer pAVK leiden, mittlerweile bei fünf bis zehn Prozent“, berichtet die Kardiologin Dr. Christiane Tiefenbacher. Im Spätstadium droht eine Amputation.

pAVK betrifft nicht nur die Beine

Die Entstehung einer pAVK wird durch ähnliche Faktoren begünstigt wie kardiovaskuläre Erkrankungen. Dazu gehören Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht. Häufig tritt neben einer pAVK daher eine koronare Herzkrankheit auf. Auch Ablagerungen an der Halsschlagader sind nicht untypisch. Patienten mit einer pAVK haben folglich ein hohes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Clopidogrel wirksamer als ASS

Um arteriosklerotische Prozesse aufzuhalten, empfiehlt die europäische Fachgesellschaft der Kardiologen neuerdings vor allem eine Behandlung mit Statinen, einer cholesterinsenkenden Wirkstoffgruppe. Zur Hemmung der Thrombozyten-Verklumpung wird Clopidogrel nun als wirksamer angesehen als ASS. Werden Gerinnungshemmer eingenommen, sollte Clopidogrel allerdings nicht zum Einsatz kommen, da sonst das Blutungsrisiko steigt.

Stent-Implantation teilweise Bypass-Operation vorzuziehen

Während bei Behandlungen an der Halsschlagader die Stent-Implantation gegenüber chirurgischen Eingriffen aufgewertet wurde, kann bei stark verkalkten Beinarterien weiterhin eine Bypass-Operation sinnvoll sein. „Die Ergebnisse sind hier besser geworden“, berichtet Tiefenbacher. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

Leonard Olberts

Schläge in der Kindererziehung

Klaps auf den Po ist schon zu viel

Nachricht vom 12.12.2017

 Bereits ein Klaps oder eine Ohrfeige der Eltern kann sich negativ auf das spätere Leben auswirken.

Wenn bei der Kindererziehung die Nerven blank liegen, rutscht Eltern schon mal die Hand aus. Doch das kann langfristige Folgen für das Kind haben, wie eine amerikanische Studie nun zeigt. In einer aktuellen Befragung ermittelten Forscher, wie sich körperliche Bestrafung von Kindern – im englischsprachigen Raum „spanking“ genannt – auf ihr späteres Leben auswirkt. Die Forscher verstanden darunter Gewalt, die dem Kind Schmerz, aber keine Blessuren zufügen soll, und das Ziel hat, sein Verhalten zu korrigieren oder zu kontrollieren.

Spätfolgen körperlicher Bestrafung: Depressionen und Drogenkonsum

Von den über 8300 befragten Erwachsenen gab mehr als die Hälfte an, in der Kindheit entsprechende Formen körperlicher Gewalt erlitten zu haben. Zugleich berichtete diese Gruppe häufiger über psychische Probleme im späteren Leben: Wer als Kind geschlagen wurde, litt als Erwachsener eher an Depressionen, beging eher einen Suizidversuch und neigte eher zu riskantem Trinkverhalten und dem Konsum illegaler Drogen.

Auch leichte körperliche Bestrafung ist Missbrauch

Die Studienautoren sehen daher auch in vermeintlich leichterer Gewaltausübung, die Kindern keine offensichtlichen Verletzungen zufügt, eine Form des Missbrauchs. Dies sollte in zukünftiger Präventionsarbeit berücksichtigt werden, fordern sie. Die Ergebnisse ergänzen den Befund einer weiteren kürzlich veröffentlichten Studie: Demnach waren Kinder, die vor dem sechsten Lebensjahr körperliche Bestrafung erlitten, schon ein Jahr darauf überdurchschnittlich verhaltensauffällig. Quelle: Science Daily

Leonard Olberts

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