Gesundheitsnews

Nach Schlaganfall viel trinken

Zwei Liter am Tag beugen Hirnschlag vor

Nachricht vom 08.02.2012

 Viel trinken ist wichtig. Besonders ältere Menschen können so einen Schlaganfall vorbeugen.

Egal ob jung, alt, krank oder gesund – jeder Mensch muss trinken. Mediziner empfehlen täglich mindestens zwei Liter Wasser zu trinken. Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, profitieren besonders von einer hohen Flüssigkeitszufuhr: Das Risiko für einen zweiten Schlaganfall sinkt. Das fanden Forscher der Universität Münster heraus. Vieltrinker im Vorteil Die Wissenschaftler beobachteten die Werte von 456 Menschen, die einen Schlaganfall erlitten hatten, über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg. Die Patienten führten ein Trinktagebuch, eine Art Kalender, in dem sie pro 100 Milliliter Flüssigkeit am Tag ein Kästchen ankreuzten. Kaffee und Alkohol wirken entwässernd und zählten darum nur die Hälfte der tatsächlich getrunkenen Menge. Dann teilten die Forscher die Probanden in zwei Gruppen ein. Die erste Gruppe waren diejenigen, die mehr als zwei Liter pro Tag getrunken hatten und die andere Gruppe hatte weniger als zwei Liter getrunken. Es kam heraus, dass die Vieltrinker in den zwei Jahren seltener einen Rückfall erlitten hatten als die Wenigtrinker. Den Wissenschaftlern fiel außerdem auf, dass bei den Vieltrinkern die Blutplättchen weniger miteinander reagierten. In vielen Fällen verklumpen diese nämlich, und begünstigen einen weiteren Schlaganfall. Viel Flüssigkeit macht gesund Die Ergebnisse zeigen, dass zwei Liter oder mehr Flüssigkeit am Tag zu trinken ein sinnvoller Ratschlag für alle ist, die einen Schlaganfall hinter sich haben. Wahrscheinlich können Menschen, die viel trinken sogar einen ersten Schlaganfall sowie Herz-Kreislauf-Probleme verhindern. Viele ältere Menschen trinken allerdings zu wenig, denn das Durstgefühl wird mit zunehmendem Alter schwächer. Darum sollten gerade Senioren sich angewöhnen regelmäßig zu trinken, auch wenn sie keinen Durst verspüren. Wer unter Herz- und Nierenproblemen leidet, muss aber zunächst einen Arzt um Rat fragen, bevor er seine Trinkmenge erhöht.

Julia Heiserholt; Foto: Techniker Krankenkasse

Sport nach Krebstherapie

Zurück ins Leben mit Fitnesstraining

Nachricht vom 07.02.2012

 Regelmäßig Sport zu treiben ist gut für die Gesundheit - auch nach einer Krebstherapie.

Nach einer erfolgreichen Krebstherapie sind die meisten Menschen körperlich und seelisch erschöpft. Doch sich zu schonen, ist nicht der richtige Weg. Sport kann ihnen helfen, wieder fit zu werden und ins Alltagsleben zurück zu finden. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher aus Hong Kong. Brustkrebserkrankte profitieren besonders Die chinesischen Wissenschaftler werteten die Ergebnisse von insgesamt 34 Studien aus. Die Studienteilnehmer, hauptsächlich Brustkrebspatientinnen, hatten ihre Krebserkrankung dank einer Therapie überlebt. Sie unterzogen sich nach der erfolgreichen Therapie einem 13-wöchigen Fitnessprogramm, darunter Aerobic-Übungen. Ihre körperliche Fitness verbesserte sich nach dem Training sichtbar. Und nicht nur das: Waren ihre 20z32|Blutzuckerwerte und ihr 02d01|Body-Mass-Index (BMI) gesundheitlich bedenklich, so besserten sich diese Werte und das Körpergewicht normalisierte sich nach dem Training. Lebensqualität zurückgewinnen Die meisten der Studienteilnehmer gewannen durch die regelmäßige Bewegung an Lebensqualität, wie sie selbst bestätigten. Der Sport milderte bei vielen von ihnen zudem psychische Probleme, wie Depressionen. Ob alle Menschen, die ihren Krebs besiegt haben, gleichermaßen von Sport profitieren, müssen weitere Studien zeigen.

Julia Heiserholt; Bild: DAK-Gesundheit

Eukalyptus statt Antibiotika

Ätherische Öle: effektiv und mild

Nachricht vom 06.02.2012

 Eukalyptus hemmt Entzündungen. Eine Studie deutet nun darauf hin, dass Eukalyptus auch gegen antibiotikaresistente Keime wirkt.

Viele ätherische Öle schlagen Keime in die Flucht und sind dabei wesentlich besser verträglich als die meisten Medikamente. Vor allem Eukalyptus-Öl hat sich bewährt. Möglicherweise kann es in manchen Fällen Antibiotika ersetzen. Darauf deuten Forschungsergebnisse deutscher Wissenschaftler hin. Lässt Bakterien keine Chance Forscher des Kieler Instituts für Infektionsmedizin testeten die keimtötende Wirkung verschiedener ätherischer Öle. Sie stellen fest, dass manche der Öle gegen die Bakterien Staphylokokken und Streptokokken wirken. Neben Eukalyptus hatten auch Teebaum, Thymian, Zitronen, Zitronengras und Nelken einen keimtötenden Effekt. Das Besondere: die ätherischen Öle hemmten in den Labortests auch den Problemkeim MRSA  – ein Bakterium, das gegen Antibiotika resistent ist und zu hartnäckigen Wundinfektionen, Abszessen und Lungenentzündungen führt. Hemmt Entzündungen Bakterium können auch Tumoren befallen, sodass diese sich entzünden und beginnen übel zu riechen. Der Kieferchirurg Patrick Warnke testete am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, ob ätherische Öle auch bei entzündeten Tumoren im Gesichts- und Halsbereich wirken. Er spülte die Geschwüre mehrmals täglich mit ätherischen Ölen, vor allem Eukalyptus-Öl. Schon nach wenigen Tagen verschwand der faulige Geruch. Mit der Zeit bildeten sich auch die Entzündungen zurück und man musste die Patienten nicht mehr isolieren. Alternative zu Antibiotika? Bislang kommen ätherische Öle vor allem bei Atemwegsinfektionen, kleinen Wunden und in der Zahnmedizin zum Einsatz. Die Forscher erhoffen sich nun neue Behandlungsansätze für andere Erkrankungen.
Sollte sich die Wirkung gegen Problemkeime in weiteren Studien bestätigen, sind ätherische Öle vor allem als Alternative zu Antibiotika interessant. Einen Wermutstropfen gibt es jedoch: Die Wirkung der ätherischen Öle ist bislang nur bei lokaler Anwendung belegt. Stark riechende Substanzen wie Eukalyptus- und Pfefferminzöl darf man zudem nicht bei kleinen Kindern und Säuglingen anwenden, da sonst Atemstörungen drohen. Bei Erwachsenen besteht diese Gefahr nicht. In der Apotheke gibt es Fertigpräparate mit ätherischen Ölen zum Einnehmen, Einreiben, Gurgeln und Inhalieren.

Sandra Göbel; Bild: ratiopharm

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